ERKLÄRUNG ZU DEN GRUNDSÄTZEN DER ANLAGEPOLITIK GEMÄß § 234 i VAG

Das ZLF VVaG hat als Pensionskasse gemäß § 234 i des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) eine Erklärung zu den Grundsätzen seiner Anlagepolitik gegenüber der Aufsichtsbehörde abzugeben und diese öffentlich zugänglich zu machen.

Die Ziele der Anlagepolitik, die Kapitalanlagestrategie sowie die Grundsätze der Risikobewertung und Risikosteuerung werden nachfolgend dargestellt.

Anlagepolitik

Das ZLF hat als gemeinsame Einrichtung der Tarifvertragsparteien i. S. d. § 4 Abs. 2 Tarifvertragsgesetz den Zweck, den Arbeitnehmern in der Land- und Forstwirtschaft sowie ihren Hinterbliebenen zusätzlich zu der Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung eine Geldleistung (Beihilfe) zu gewähren und damit ihre Gesamtversorgung bzw. Hinterbliebenenversorgung zu verbessern. Da das vorhandene Deckungskapital nicht ausreicht, um allen Berechtigten die Beihilfe im vollen Umfang lebenslang zu gewähren, wird bei den Leistungen des ZLF zwischen einem unbefristeten und einem befristeten Teil unterschieden. Der unbefristete Teil der Leistungen in Höhe von 39,48 % soll lebenslänglich und der befristete Teil in Höhe von 60,52 % mindestens bis zum 31.12.2023 gezahlt werden. Ziel der Anlagepolitik des ZLF ist, mit den Beiträgen der Arbeitgeber und dem vorhandenen Kapital so zu wirtschaften, dass die von den Arbeitgebern über den Tarifvertrag gegebenen Leistungszusagen dauerhaft erfüllt werden können.

Die Kapitalanlagestrategie zielt darauf ab, möglichst hohe Erträge zu erwirtschaften, ohne dabei unangemessene Risiken einzugehen und gleichzeitig sicherzustellen, dass das ZLF zu jeder Zeit über genügend freies Kapital verfügt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.

Die Zusammensetzung der Kapitalanlagen des ZLF richtet sich nach den allgemeinen Anlagegrundsätzen des § 124 VAG, der Anlageverordnung sowie den hierzu ergangenen Richtlinien der BaFin. Rund 75 % des Aktivvermögens sind in einem Investmentfonds (Spezial-AIF) mit festen Anlagebedingungen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs angelegt. Der Fonds ist in Segmente, die unterschiedliche Anlagekonzepte verfolgen, unterteilt und wird von aktiven Managern verwaltet. Damit es nicht zu einer überhöhten Risikoaufnahme kommt, sind klare und enge Risikoparameter vorgegeben. Angelegt wird in Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinslichen Wertpapiere. Die Wertentwicklung des Fonds wird laufend überwacht. Das Kapital im Direktbestand setzt sich im Wesentlichen aus Namensschuldverschreibungen, Schuldschein- und Darlehensforderungen, Inhaberschuldverschreibungen sowie anderen festverzinslichen Wertpapieren zusammen. Ungesicherte Wertpapiere werden nur von Emittenten mit geeigneter Bonität erworben. Die Wertpapiere im Direktbestand werden bis zur Endfälligkeit gehalten. Durch die Verteilung der Vermögensanlagen auf möglichst verschiedene Anlageformen soll eine Risikokonzentration vermieden werden.

Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien in der Anlagepolitik

Aufgrund der durch die Leitzinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank geschaffenen Bedingungen sind die Möglichkeiten, Kapital festverzinslich und damit sicher zu einem angemessenen Ertrag anzulegen, sehr begrenzt. Der Auswahl ertragsstärkerer Anlagen im nicht festverzinslichen Bereich kommt daher umso größere Bedeutung zu. Unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen stehen deshalb in erster Linie finanzwirtschaftliche Ziele im Vordergrund. Ökologische, soziale und die Unternehmensführung betreffende Belange sind bei den Anlageentscheidungen nicht ausschlaggebend. Das ZLF ist aber bestrebt, diesen Belangen künftig stärker Rechnung zu tragen.

Risikobewertung, Risikosteuerung

Das Risikomanagementsystem des ZLF lehnt sich an die aufsichtsrechtlichen Bestimmungen des VAG sowie die Rundschreiben und Verlautbarungen der BaFin an. Die wesentlichen Risiken werden im Rahmen einer jährlichen Risikoinventur in einem Risikoregister erfasst und qualitativ und quantitativ bewertet. Durch den Führungskreis Risikomanagement werden Entscheidungen über Maßnahmen zur Risikosteuerung getroffen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass dem ZLF nur ein eng begrenztes Risikobudget zur Verfügung steht. Im Rahmen der Risikokommunikation erfolgt sowohl eine Berichterstattung an den Vorstand als auch den Aufsichtsrat. Bei Risiken mit hoher Bedeutung erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung. Die Regelungen zur Aufbau- und Ablauforganisation sind in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert. Die Überwachung des Risikomanagementsystems erfolgt durch die interne Revision.

 

Graphik: Landschaftsaufnahme mit Logo der ZLA